Lohnt es sich Küchenmonteur zu werden?

Grundsätzlich Ja - die Industrie, Küchenkaufhäuser, Küchenstudios und auch Privathaushalte suchen seit Jahren immer stärker nach passenden Gewerken die Ihr Handwerk verstehen.

Grundvoraussetzungen ein Küchenmonteur zu werden:

1. Ein Handwerklicher Beruf ist unersetzlich und optimal wäre Tischler

2. Gutes Augenmaß und den Drang perfekte Arbeit abzuliefern

3. Lösungsorientiertes Denken

4. Eigenes Fahrzeug, professionelles Werkzeug und je Menge Kleinteile an Bord

Das sind die wichtigsten 4 Eckpfeiler auf denen aufgebaut werden kann.

Dazu sollte auf jeden Fall eine freundliche Ausstrahlung als Person mit einem gepflegten Äußeren Selbstverständlich sein. Handwerkliches Geschick, Teamfähigkeit und Technisches Verständnis ebenfalls.

Wie geht es nun weiter?

Da gibt es verschiedene Wege und Möglichkeiten:

Der einfachste Weg ist es sich als Küchenmonteur in einem der Küchenkaufhäuser oder Küchenstudios anstellen zu lassen. Das hat den wesentlichen Vorteil, Finanziell erst einmal abgesichert zu sein und die Möglichkeit zu lernen, was in den Beruf wichtig ist.

Außerdem werden die meisten Küchen eben über diese Häuser verkauft!

Das ist dann wie Ausbildung bei vollem Gehaltsbezug und da haben dann beide Seiten was davon.

Zum einem der Küchenverkäufer für den aufgebaut wird und zum anderen der Küchenmonteur, der hierbei oftmals sogar die Möglichkeit hat, sich Fortzubilden und notwendige Scheine für wie zum Beispiel Strom- und Wasseranschlüsse zu erwerben.

Außerdem lernt man dabei viele Menschen kennen und kann sich positive Reputation und ein Netzwerk aufbauen, auf dem später in der eigentlichen Selbstständigkeit zurück gegriffen bzw. aufgebaut werden kann.

Die andere Variante ist es sich gleich in die Selbstständigkeit zu begeben und sich Kunden im freien Markt zu suchen:

Auch hier werden zuerst die Küchenkaufhäuser und Küchenstudios, die ersten Kunden sein, da der Bedarf an Monteuren so groß ist, das ständig nach diesen gesucht wird.

Den lukrativeren Privatauftraggeber zu finden, ist da schon erheblich schwieriger, wenn nicht schon ein Netzwerk und eine ordentliche Reputation vorhanden ist.

Da braucht es Zeit, sich da einen Kundenstamm aufzubauen.

Die meisten Privatkunden sind eher unrealistisch, was Preise und Leistungen angeht und suchen in erster Linie jemanden der nahezu alles kann und möglichst gratis arbeitet.

Mit dieser Kundengruppe, hat man als Unternehmer zwar die Chance zu überleben und seine Kosten einzubringen, aber mehr wird das dann meistens auch nicht.

Das ist nicht Sinn und Zweck der Selbstständigkeit.

In erster Linie sind lukrative Privatkunden, eher über einen Ganzheitlichen Service zu gewinnen und viele Küchenmonteure bieten sogar erheblich mehr Dienstleistungen an, als die reine Küchenmontage.

Arbeiten für Küchenkaufhäuser und Küchenstudios

Küchenkaufhäuser und Küchenstudios arbeiten gern mit "Subunternehmern" und mussten in den vergangenen Jahren lernen, das diese Subunternehmer für Ihre Arbeit immer mehr Geld bekommen.

Wichtig ist bei der Auftragsannahme vorab die eigenen Preise zu kommunizieren und am besten schriftlich zu fixieren und für was man im Endeffekt gerade stehen muss, wenn mal was schief geht.

Nichts ist wichtiger als Transparenz für beiden Seiten. Am besten macht es sich nach laufenden Meter abzurechnen und nicht nach Stundenlohn. Das bedeutet für den Auftraggeber Planungssicherheit und für den Auftragsnehmer meistens auch Nachfolgeaufträge.

Wir kennen genügend Beispiele, wo nach Stunden abgerechnet wird, aber da die Auftraggeber kaum Chancen haben, die Tätigkeiten nachzuprüfen, wächst häufig der Unmut und die Chance das ein Nachfolgeauftrag folgt sinken massiv!

Klar kann man Glück haben, das der Auftraggeber auf die schnelle niemanden neues findet, aber früher oder später ist der Auftragnehmer dann raus.

Bei dieser Auftragskonstellation ist es auch besonders wichtig darauf zu achten verschiedene Auftragsgeber zu haben, sonst kann einem das Finanzamt auch Scheinselbstständigkeit vorwerfen und das ist nicht nur unangenehm sondern im schlimmsten Fall auch noch sehr teuer!

Als Grundregel gilt, mindestens 3 verschiedene Auftraggeber: Das man einen Lieblingsauftraggeber hat, kann dann auch jeder nachvollziehen, aber ausschließlich für diesen zu arbeiten, birgt Ärger!

Mehr als nur Montageservice...

Um im Markt der Küchenmonteure voranzukommen und sich von den Marktteilnehmern abzusetzen, sollten weitere Dienstleistungsspektren, als nur die reine Montage, ins Auge gefasst werden.

So könnten auch Reparatur- oder Umbaumaßnahmen helfen, das Geschäft anzukurbeln und mehr Kunden zu gewinnen bzw. die Zielgruppe auszuweiten.

Auch ein eigener Küchenplanungsservice sowie der Verkauf besonderer Designküchen, kann als ein Alleinstellungsmerkmal gelten.

Ganz besonders wenn Küchen angeboten werden können, die der klassische Küchenfachhandel nicht liefern kann oder will.

Wer plant den Kombüsen in Booten? Oder die mobile Küche in Wohnwagen oder Wohnmobile. Auch Gartenhäuschen wollen ausgestattet sein und wo kommt die Outdoorküche hin?

Viele Menschen hängen aber auch an Ihrer alten Küche und wollen diese einfach nur optisch aufwerten und/oder reparieren. Das kann auch für kreative Köpfe eine lukrative Marktnische sein. Also kurzum, wer nur Montage machen möchte, soll das tun. Wer aber einen Fußabdruck durch besonderes hinterlassen möchte, der muss schon mehr bieten als andere.

So geht`s in die Selbstständigkeit

Der erste Schritt ist in der Regel sich einen Businessplan zu erstellen in diesem die eigenen Ziele verankert werden.

Dann eine Aufstellung des eigenen Leistungsspektrum inklusive eventuell nötiger Nachweise zum Beispiel Zertifikate für die Berechtigung für Arbeiten an Elektro- oder Wasseranschlüssen.

Dann und das wird gerne übergangen, muss eine Preisliste gemacht werden. Detailliert - damit auch eine Grundlage für die Kalkulation da ist. Ob man sich dann selbst an diese Preisliste hält oder eben nicht, ist erst einmal zweitrangig - wichtig ist, eine zu haben, damit man genau weiß was zu kalkulieren ist.

Die Gewerbeanmeldung erfolgt in der Regel bei Wirtschaftsamt in größeren Städten, ansonsten im Rathaus anrufen und sich durchfragen.

Die Steuernummer kommt normalerweise automatisch einige Wochen nach der Anmeldung vom Finanzamt.

Nun noch einen Versicherungsmakler kontakten und sich dort beraten lassen welche Versicherungen alle notwendig sind. Auf jeden Fall ist eine Berufshaftpflichtversicherung unbedingt nötig! Gearbeitet wird ja mit fremdem Eigentum, sodass etwaige Schäden abgesichert werden müssen.

Krankenversicherung? Ja, diese ist nötig - hier gilt es eine Entscheidung zu treffen, ob man bei der bisherigen bleibt oder gänzlich in eine Private Krankenversicherung einsteigt.

So wird?s was mit der Rechnungserstellung

Um Rechnungen zu erstellen wird ein Rechnungsprogramm benötigt.

Da gibt es Programme für den ganz kleinen Geldbeutel bis zum Abosystem so ziemlich alles was man sich so vorstellen kann.

So eine Mischung zwischen gut und günstig ist das Warenwirtschaftsprogramm von der JTL GmbH. Das Programm selbst ist komplett kostenlos und kann sogar später als Grundlage für einen Onlineshop mit Anbindung an die wichtigsten Marktplätze dienen.

Ja - es ist wirklich kostenlos. Einfach Downloaden und loslegen!

Es ist sogar für den Anfang wahrscheinlich etwas zu viel des guten, aber der Funktionsumfang entschädigt für das mühevolle Lernen.

Kaufmännische Grundlagenkurse bietet jede Stadt in Abendkursen an! Einfach mal die IHK und die Online Suchmaschinen bemühen!

Steuern in Deutschland

Das unangenehmste und lästigste Thema ist Steuern zahlen...

Aber es ist immer noch besser Steuern nach einem bestimmten Satz zu zahlen, als sich der Steuergesetzgebung des Mittelalters zu unterwerfen, wo es schon vorgekommen ist, das jemanden auch das letzte Hemd weggenommen wurde.

Da wir hier keine Steuerberatung auffahren können, wäre der Gang zu einem Steuerberater angesagt.

Diese Steuerberater wissen was zu tun ist und die meisten gewähren in der Startphase eines neuen Unternehmers auch ausgehandelte Rabatte.

Wer nicht fragt, kommt nicht weiter!

So klappt es mit Aufträgen

Der spannenneste Teil der Arbeit ist für die meisten, mit Sicherheit die Kundengewinnung:

Aktuell ist das eher kein Problem - da Fachhandwerker für die Küchenmontage gesucht werden, da einfach nicht genügend da sind.

Einfach mal über eine der Suchmaschinen (Google/Bing und Co.) Küchenmonteur gesucht eingeben und schon tauchen unzählige Gesuche auf.

Hier kann aus den vollen geschöpft werden.

Wenn allerdings der Weg zu mehr Privatkunden gesucht wird, ist der Aufbau einer Onlinewebseite unerlässlich. Das ist die Visitenkarte im Internet und diese sollte auch wirklich was hermachen.

Eine schlecht gemachte Webseite, deutet für den Kunden, evtl. auf eine schlechte Arbeitsleistung des Monteurs hin.

Es gibt unzählige kostenlose Angebote eine Webseite selbst zu machen und für den Newcomer ist das sicherlich eine günstige Möglichkeit einzusteigen, aber zum einem kostet das viel Zeit und zum anderen, ist das auf Dauer nicht sehr nachhaltig.

Eine Webseite ist wie ein entstehendes Haus. Die Grundplatte ist schnell gemacht, aber wenn das Fundament nicht ordentlich gemacht wird, steht das entstehende Haus auf wackeligen Beinen und sind für die Suchroboter nicht interessant.

Also hier sollte ein Profi ran, der die Webseite mit passenden Bildern, Texten und noch viel wichtiger Keywords bestückt.

Ein Profi für kleine Webseiten ist der Underdog www.berlinx.de.

>> Auf der eigenen Webseite in einem Blog

>> Eigene Facebook Seite

>> Xing Seite

>> Ebay Kleinanzeigen

>> Google Business

>> Küchenmonteure

Onlineannoncen haben die klassischen Anzeigen in gedruckten Medien nahezu abgelöst und die Mehrheit der Kunden suchen Online:

Nun ist es nicht unbedingt nötig, viel Geld zu verbrennen um Onlineanzeigen zu schalten, denn es gibt viele Portale die das Kostenlos zulassen.

Hier können kostenlose Onlineanzeigen geschaltet werden:

(siehe rechts)

Netzwerken

Die besten Kunden bringen aber immer noch Vitamin B. - also das Empfehlungsgeschäft.

Netzwerken ist heute so einfach wie noch nie - dazu muss meistens nicht mal das Büro verlassen werden. Ob Facebook, Instagram, Xing und wie Sie alle heißen - wer alle Kanäle bespielt, wird sich bald vor Kundenaufträgen nicht mehr retten können!

Allerdings ist das wichtigste von allen, immer eine saubere Arbeit beim Kunden abzuliefern!